Oberhessische Presse vom 17.01.2015

Leserbrief zum Bericht "Scheitert die Seilbahn am Umweltschutz" vom 13.01.2015

 

Insbesondere die Aussagen von Bürgermeister Kahle: "Die Fragen zur Umweltverträglichkeit würden ganz am Ende einer Planung stehen" und "Vorher müsse erst einmal das Baurecht in einem Planfeststellungsverfahren festgelegt werden" haben mich doch sehr überrascht. Herr Bürgermeister, haben sie die Fronten gewechselt?Ich war immer der Meinung, Sie gehören den "Grünen" an, denen unsere Umwelt besonders am Herzen liegt!

Wenn das Baurecht da ist, wird nichts mehr untersucht, dann wird gebaut. Das sagt ja das Wort schon aus, es ist das Recht zum Bauen da. Es wundert mich sehr, dass Herr Kahle als für den Baubereich zuständiger Dezernent das nicht weiß.

Aus meiner beruflichen Erfahrung raus kann ich Ihnen versichern, dass in einem Planfeststellungsverfahren sämtliche Umweltfragen geklärt werden, wobei die dafür nötigen Untersuchungen beziehungsweise Gutachten vorher erfolgen und nicht erst in einem eigentlichen Verfahren. Es gibt eigentlich nur drei Möglichkeiten: 1. entweder ist der Bürgermeister in seinem Zuständigkeitsbereich vollkommen ahnungslos und er hält es auch nicht für notwendig, seine Fachbehörde vor so einer Presseaussage zu konsultieren, oder 2. er sagt wissentlich die Unwahrheit, mit welchem Ziel auch immer, oder 3. er ist falsch zitiert worden.

Wir danken Herrn van Bochove für seinen "Umweltschutzbeitrag"!

 

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